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Januar 2015 - Zum Jahresbeginn ist das "Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung" in Kraft getreten. Die gesetzlichen Krankenkassen können nun wieder selbst über die Höhe ihres Beitrages entscheiden und zusätzlich zum "Allgemeinen Beitragssatz", der bei 14,6 Prozent liegt, einen Zusatzbeitrag erheben. Während die großen Kassen -wie Barmer, TK und DAK, sowie die meisten AOKen- den Satz für den Zusatzbeitrag bei 0,8 bzw. 0,9% festgesetzt haben, liegt die teuerste Krankenkasse bei 1,3% (Brandenburgische BKK), die günstigsten erheben gar keine Zusatzbeiträge (BKK Euregio, Metzinger BKK). Dies macht bei einem Einkommen über der Bemessungsgrenze einen Beitragsunterschied von immerhin 53,62 Euro pro Monat aus!

Bei einer privaten Krankenkasse ist das Einkommen nicht für die Beitragsberechnung relevant; die Beitragshöhe ist abhängig vom Eintrittsalter, Gesundheitszustand und dem versicherten Leistungsumfang.

Unterschied private Krankenkasse - gesetzliche Krankenkasse

28.11.2014 - Der Bundesrat hat der Sozialversicherungsrechengrößenverordnung 2015 zugestimmt. Es gelten somit ab 01.01.2015 die folgenden monatlichen Grenzwerte:

Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung: 4.125 €

Krankenversicherungspflichtgrenze: 4.575 €

Besondere Krankenversicherungspflichtgrenze für Personen, die am 31.12.2002 wegen Überschreitens der Versicherungspflichtgrenze versicherungsfrei und zu diesem Zeitpunkt bereits in einer privaten Krankenkasse waren: 4.125 €

September 2015 - Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen Entwurf zu den vorläufigen Sozialversicherungs-Werten für 2015 erstellt. Damit stehen auch die neuen Werte für die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) und die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) für die Krankenversicherung vorläufig fest.

Die Versicherungspflichtgrenze soll 2015 nur geringfügig um 112,50 EUR auf 4.575 EUR monatlich (54.900 EUR) angehoben werden.

Die BBG (KV) steigt im nächsten Jahr auf 4.125 EUR monatlich (49.500 EUR jährlich).

Die Werte müssen von der Bundesregierung noch abgesegnet werden.