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Januar 2015 - Zum Jahresbeginn ist das "Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung" in Kraft getreten. Die gesetzlichen Krankenkassen können nun wieder selbst über die Höhe ihres Beitrages entscheiden und zusätzlich zum "Allgemeinen Beitragssatz", der bei 14,6 Prozent liegt, einen Zusatzbeitrag erheben. Während die großen Kassen -wie Barmer, TK und DAK, sowie die meisten AOKen- den Satz für den Zusatzbeitrag bei 0,8 bzw. 0,9% festgesetzt haben, liegt die teuerste Krankenkasse bei 1,3% (Brandenburgische BKK), die günstigsten erheben gar keine Zusatzbeiträge (BKK Euregio, Metzinger BKK). Dies macht bei einem Einkommen über der Bemessungsgrenze einen Beitragsunterschied von immerhin 53,62 Euro pro Monat aus!

Bei einer privaten Krankenkasse ist das Einkommen nicht für die Beitragsberechnung relevant; die Beitragshöhe ist abhängig vom Eintrittsalter, Gesundheitszustand und dem versicherten Leistungsumfang.

Unterschied private Krankenkasse - gesetzliche Krankenkasse

Dezember 2014 - In der gesetzlichen Krankenkasse wird nach jahrelangem Ringen zum 1.1.15 die Krankenversicherungskarte durch die elektronische Gesundheitskarte (eGk) ersetzt. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Behandlung in den Kassenpraxen nur noch mit der eGk möglich; wer diese nicht vorlegen bzw. innerhalb von 10 Tagen nachreichen kann, muss aus eigener Tasche die Arztrechnung bezahlen oder sich vor jedem einzelnen Arztbesuch bei seiner GKV einen sogenannten Versicherungsnachweis abholen. Optisch unterscheidet sich die eGK von der alten Karte durch ein Foto des Versicherten, inhaltliche Funktionen wie Notfall- oder Krankheitsangaben sind vorgesehen, sollen jedoch erst später nachfolgen.

25. März 2014

Am Mittwoch dieser Woche will das Bundeskabinett die Finanzreform der gesetzlichen Kassen auf den Weg bringen.

Der wesentlichste Teil wird sich wohl um den Zusatzbeitrag drehen: Bisher wurde ein Zusatzbeitrag von 0,9% erhoben, der bei allen gesetzlichen Kassen gleich war. Künftig soll jede Kasse wieder selbst über die Höhe ihres Beitragszuschlags entscheiden können.

Bleiben wird wohl die alleinige Zahlung durch den Arbeitnehmer.

Geplantes Inkrafttreten ist Anfang 2015. Zu diesem Zeitpunkt soll auch die Erhöhung der Beitragssätze zur Pflegeversicherung kommen.

März 2014 -  Im Jahr 2013 waren rund 70 Millionen Menschen bei den gut 130 gesetzlichen Krankenkassen versichert; davon haben rund 50 Milionen Kassenmitglieder Beiträge bezahlt. Die Einnahmen der GKV betrugen 195,6 Milliarden Euro, die Ausgaben lagen bei 194,4 mrd Euro, der Zuschuss des Bundes lag bei 11,5 Milliarden Euro.
Das Finanzpolster der GKVen betrug 2013 16,7 Milliarden Euro, hinzu kommen die Rücklagen des Gesundheitsfonds in Höhe von 13,6 mrd Euro.