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Entgegen einigen Mitteilungen und Werbeeinblendungen, die von einem "Skandal" und "erneut stark steigenden Beiträgen zum Jahresbeginn 2014" sprechen, werden bei den meisten Privatkrankenkassen die Beiträge im kommenden Jahr nahezu unverändert bleiben.

Bei einigen Krankenkassen kann es allerdings schon zu moderaten Erhöhungen kommen; dies liegt im wesentlichen daran, dass aufgrund des derzeit extrem niedrigen Kapitalmarktzinses die Alterungsrückstellungen nicht die geplante Rendite erzielen und das entstehende Loch eben durch eine Beitragserhöhung ausgeglichen werden muss.

Überraschend haben einige Privatkassen sogar Beitragssenkungen angekündigt, hier 2 Beispiele:

Aus einer Mitteilung zur Allianz PKV: "Zum 01. Januar 2014 passen wir die Beiträge in verschiedenen Tarifen sowohl der Unisex als auch der Bisex-Welt an. Wir freuen uns, dass in diesem Jahr viele Tarife anpassungsfrei bleiben bzw. sogar deutliche Beitragssenkungen erfolgen und nur in wenigen Tarifen Erhöhungen notwendig sind."

Mitteilung der Barmenia Krankenversicherung: "Im Bestand bleiben die Beiträge stabil. Doch nicht nur das: Hier kommt es sogar in sehr vielen Fällen zu Beitragssenkungen. Insgesamt dürfen sich rund 240.000 Kunden über niedrigere Beiträge freuen. Die Beitragssenkung beträgt in der Krankheitskosten-Vollversicherung durchschnittlich rund 5,7 %."

Von weiteren Privatkrankenkassen kamen vergleichbare Mitteilungen.

Hingewiesen sei an dieser Stelle darauf, daß der Beitragssatz bei den gesetzlichen Krankenkassen zwar unverändert bleibt, der Höchstbeitrag jedoch durch die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze zum 1.1.2014 um rund 4% ansteigen wird.

Der maximale Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung beträgt für 2014 295,65 € monatlich (7,30% aus der Bemessungsgrenze von 4.050,00 €).

In der Pflegepflichtversicherung beläuft sich der Zuschuss des Arbeitgebers auf 41,51 €, Ausnahme ist Sachsen, Pflegeversicherungszuschuss dort: 21,25 €

Der Arbeitgeberzuschuss ist begrenzt auf die Hälfte des tatsächlich zu zahlenden Monatsbeitrages in Kranken- und Pflegeversicherung.

Die für die Krankenkassen relevanten Einkommensgrenzen für 2014 wurden bekannt gegeben:

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung steigt 2014 auf 48.600 € p.a. (4.050 € monatlich).

Für einen Wechsel in die Privatkrankenkasse ist die Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) wichtig; sie beträgt 2014 53.550 € p.a. (4.462,50 € monatlich).

-> Beitragsbemessungsgrenze 2014 in der Krankenversicherung